Beckenbodenschwäche trotz Sport: Warum mehr Kraft nicht hilft, mit Nicola Härle

Shownotes

Nicola Härle

Nicola Härle, 35, war Skirennfahrerin im Europa- und Weltcup. Ihr Körper war jahrelang extremen Kräften ausgesetzt: Druck, Schläge, Belastung, Leistung. Trainiert wurde vor allem über Kraft der äusseren Muskulatur – mit wenig Raum für Schutz, Regeneration oder innere Organisation.

Nach zwei Schwangerschaften und erfolgloser Rückbildung begab sie sich auf die Suche – und entdeckte im CANTIENICA®-Training Aufrichtung statt Druck, Gelenkschutz statt Verschleiss, Vernetzung statt Amortisation.

Heute arbeitet Nicola in Bad Hindelang im Allgäu mit CANTIENICA®-Coaching in einer Praxisgemeinschaft.

Ihre Erfahrung aus dem Spitzensport prägt ihre Arbeit ebenso wie ihr Wissen um Prävention, Gelenkschutz und innere Stabilität. Sie begleitet Menschen aller Altersgruppen – und Leistungsfähigkeit, vom Sportler bis zur Couch Potatoe, vom Kind bis ins hohe Alter – mit Klarheit, Tiefe und grossem Respekt vor der Eigenverantwortung des Körpers.

Die jahrelangen Bewegungserfahrungen und Bewegungssehen aus dem Skisport fließen mit in die Arbeit und bereichern den Alltag aller Teilnehmenden. Was den Skisport besser macht, reichert auch den Alltag an.

Nicola Härle NH Körperarbeit Am Auwald 7 87541 Bad Hindelang nh-koerperarbeit.de

Leistung, Prävention und die Rückkehr zum Spüren

Nicola Härle spricht mit Benita Cantieni über:

  • den Weg vom Spitzensport zur Feinarbeit am Körper
  • die Schutzlosigkeit im Skisport und die verpassten Chancen zu aktiver Prävention
  • das Ja zur eigenen Intuition
  • die Selbstregulation durch sanfte Körperarbeit nach sportlicher Anstrengung
  • kluge Investionen in die eigene Gesundheit
  • die Freude am Skifahren ohne Druck und ohne Schmerzen

CANTIENICA® Körper in Evolution ist anatomisch präzises Training für Aufrichtung, Kraft und Schmerzfreiheit – von innen nach außen. Du lernst, deinen Körper so zu bewegen, wie er von Natur aus gedacht ist: effizient, leicht und kraftvoll. Dein Körper versteht schnell, was ihm guttut – und antwortet mit Leichtigkeit.

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Transkript anzeigen

00:00:03: Nicola Herrle, du hast einen außerordentlichen Weg zu Gantjenica gemacht und der interessiert mich sehr, wie du darauf kommst.

00:00:14: Du warst Skirenfahrerin im Weltcup und heute bist du Gantjenica Coaching im Allgäu in einer Praxisgemeinschaft.

00:00:25: Wie kommt jemand?

00:00:27: Ich bin es gewohnt, dass Athleten und Spitzensportler mich belächeln.

00:00:34: Ach, du mit deiner tiefen Muskulatur und du mit deinem vielen Dehnen, du mit deinem Beckenboden.

00:00:42: Du hast die Methode nicht belächelt.

00:00:48: Ja, also ich war jahrelang im Skisport aktiv, also von meiner Kindheit bis ins ... junger Erwachsenenalter.

00:00:57: Und damals wurde bei mir wahnsinnig viel mit viel Kraft und viel Druck, viel Belastung gearbeitet.

00:01:06: Egal, Skisport, egal, ob jetzt ein wahnsinniger Rennläufer oder ob ein Laie.

00:01:12: Da wird der Körper einfach extrem gefordert.

00:01:14: Also es gibt heise Gepisten, es gibt harte Schläge, es wirken enorme Kräfte auf Gelenke, auf Wirbelsäule, auf Bänder.

00:01:21: Es ist unfassbar und es wird einfach nicht gerade sehr knochenschonend gearbeitet.

00:01:27: Und ich habe einfach durch Kantjenika gelernt, dass ich diese Belastungen nicht immer ertragen muss, sondern dass ich dagegen auch was machen kann, dass ich diese ... Diese Verkleinerungen von diesen ganzen Gelenkspalten und diese Knochenstauchungen, alles, dass ich das selber lösen kann, eben auf einer mini kleinen Ebene, über eine Aufrichtung in der tiefen Muskulatur und dass die tiefen Muskulatur meine Knochen dadurch halt einfach schützt.

00:01:59: Wie kamst du darauf?

00:02:00: Hattest du Gelenkschmerzen, was du auf der Suche?

00:02:05: Oder hat es der Zufall?

00:02:08: Beides.

00:02:09: Also ich habe zwei Kinder bekommen und habe zwei Rückbildungen gemacht und bin damit nicht weitergekommen und habe mir gedacht, es kann jetzt nicht sein, dass ich mein Leben lang trainiert habe, im Leistungssport war, unfassbar viel über Bewegung weiß und gelernt habe und kriege es jetzt aber nicht hin, dass ich meinen Beckenboden wieder in Griff kriege, sodass ich Also die Dinge, die ich da tun wollte, einfach wieder optimal machen kann.

00:02:37: Und bin dann irgendwie über die Methode gestolpert.

00:02:42: Eine Heilpraktikerin hat mir das eigentlich gesagt, probiert das mal aus und macht das.

00:02:46: Du musst es unbedingt machen.

00:02:47: Das ist sowieso das Total Dines.

00:02:49: Und ich habe immer nicht gleich reagiert, weil ich irgendwie weiß es nicht.

00:02:54: Ich hatte es nicht so auf dem Radar.

00:02:55: Und dann auf einmal habe ich ein Buch von dir gelesen und habe wirklich... Ich glaube, ich habe angefangen mit dem Tigerfeeling.

00:03:04: Welches?

00:03:06: Bei Tigerfeeling.

00:03:08: Es gibt Beckenboden, Rücken, Faceforming, Powerprogramm.

00:03:14: Nein, nein, in dem Tigerfeeling, wo du von dir selbst erzählst.

00:03:17: Ah, dieses komische Cat-Power.

00:03:21: Cat-Power.

00:03:21: Nein, Cat-Power.

00:03:23: oder Catwoman haben es noch nicht gebracht.

00:03:25: Ja,

00:03:26: genau.

00:03:26: Das habe ich gelesen und ich habe das gelesen und ich habe mich da erstens mal irgendwo selber, obwohl es bei dir ein ganz anderes Thema war mit der Skoliose, trotzdem irgendwie wiedergefunden, weil ich einfach gedacht habe, ich war auch als Athlet, nicht immer so der Einfachheit.

00:03:44: Ich habe die Bewegungen immer hinterfragt.

00:03:46: Warum trainieren wir so?

00:03:47: Warum machen wir das so?

00:03:48: Das tut mir weh.

00:03:49: Warum soll ich das so machen?

00:03:51: Auch die Art und Weise, wie ich Skige fahren bin, war immer mit unglaublich viel Gefühl.

00:03:56: Es waren sehr weiche Bewegungen und die Trainer konnten oft nicht erklären, warum jetzt ich genau dort schnell bin.

00:04:02: Und das, was ich jetzt gelesen habe in deinem Buch, ist quasi das, was ich gefühlt habe, aber jetzt in einem Text aufgeschrieben.

00:04:12: Ich hab wirklich zum Weinen angefangen.

00:04:14: Und mein Mann hat gesagt, was ist mit dir?

00:04:16: Warum weinst du?

00:04:17: Das ist ein Buch.

00:04:18: Da hab ich gesagt, hey, hier steht, was ich seit meiner Jugend fühle.

00:04:22: Das steht hier schwarz auf weiß.

00:04:24: Das gibt es wirklich.

00:04:24: Das ist kein Schmarrn.

00:04:26: Das ist nichts, was mir jemand ausredet.

00:04:29: Und das war dann so der streffende, also der springende Punkt, wo ich zu meinem Mann gesagt hab, also, entweder ich mach das oder ich mach gar nichts.

00:04:39: Und dann hast du ... Erst Training gebracht oder bist du gleich in die Ausbildung eingestiegen?

00:04:46: Beides

00:04:47: gleichzeitig.

00:04:48: Ich habe eine Trainerin gefunden in Kempten, wo ich mir das angeschaut habe und mir war aber nach dem zweiten oder dritten Training sofort klar, das reicht mir nicht als Hintergrund.

00:04:59: Also einfach, ich war viel zu neugierig, als es nur an mir selber auszuprobieren und ich wollte sofort die Ausbildung machen.

00:05:06: Wenn du magst, kannst du gerne Namen nennen.

00:05:08: Hemmungslos.

00:05:10: Das war damals die Susanne Pfalle.

00:05:13: Ja.

00:05:14: Genau.

00:05:15: Die jetzt leider nicht mehr im System ist.

00:05:18: Also, schönen Dank, Susanne, dass du uns Nicola ins Team gebracht hast.

00:05:25: Und dann ging es relativ schnell.

00:05:27: Dann habe ich dich kennengelernt in Stufe zwei, meinem Lieblings.

00:05:34: Baustein, Rücken und ich weiß noch, du hast dich vor mich gestellt und gesagt, ich habe Angst vor dir.

00:05:41: Hast du immer noch Angst vor mir?

00:05:44: Nein, jetzt nicht mehr.

00:05:47: Ich habe es dann auch, du hast es mir Gott sei Dank erklärt, weil offenbar waren sind Trainer im Spitzensport meistens, wie soll man sagen?

00:06:01: Nicht sehr

00:06:02: gefühlvolles.

00:06:05: Warum ist das so?

00:06:06: Hast du

00:06:07: hinterfragt

00:06:08: so viel?

00:06:09: Ja, es ist halt eine wahnsinnige Leistung.

00:06:12: Also eine wahnsinnige Leistungsgesellschaft, einen Spitzen Sport.

00:06:15: Und da ist es natürlich einfach noch extremer.

00:06:18: Es sind unfassbare Extreme-Situationen.

00:06:21: Es geht um viel Geld, es geht um viel Druck.

00:06:24: Man muss unfassbar viel mit Druck umgehen.

00:06:28: Also mich hat da die Methode einfach gelernt, wenn ich in mir selber aufgerichtet bin, dann kann ich den Druck außen viel besser aushalten.

00:06:40: Und ich habe mir so oft gewünscht, hätte ich die Methode früher schon gekannt.

00:06:45: Ich glaube, dann hätte ich mit vielen anderen Dingen einfach leichter umgehen können.

00:06:51: Und das kannst du ja jetzt anders weitergeben.

00:06:56: Du bist keine... Trainerin geworden, auch keine Aspiration, Sporttrainerin zu werden und dieses neue Coaching umzusetzen.

00:07:07: Im Moment

00:07:08: noch nicht.

00:07:08: Also liegt Arbeit an meiner persönlichen Lebenssituation einfach, weil meine Kinder noch zu klein sind und weil mein Mann an den großen Bäckerei hat, wo ... halt einfach zeitlich, nicht so viel Koffer da, so ist zwei Selbstständigkeiten, ist einfach schwierig.

00:07:24: Ich darf es sagen, Herr Lebrout ist ganz köstlich.

00:07:30: Werbesbutton.

00:07:35: Hat, läufst du noch Skis?

00:07:39: Ich fahre, ich laufe nicht.

00:07:46: Fährst du noch Skis?

00:07:48: Wir sind beide übernächtigt aus unterschiedlichen Gründen, wobei Beides hat mit Husten zu tun.

00:07:54: Also, danke, dass du für mich denkst, fährst du noch Skis?

00:07:58: Der Schweizer sagt natürlich schon, ich laufe Skis, das ist der Helvetismus.

00:08:03: Aber laufen tut man eher langlaufen.

00:08:07: Ja, der Schweizer läuft.

00:08:09: Ja, gut.

00:08:11: Also,

00:08:11: ich fahre noch Skis.

00:08:14: Ich mache mit meiner Mama zusammen eine Skischule im Winter.

00:08:18: Und ich kann viele Dinge, also ich habe mittlerweile angefangen in meinen Privatstunden einfach viele Dinge aus dem Kantjeniker in den Skifahren einzulassen.

00:08:30: Gerade was Brustbeim betrifft, gerade was Atmung betrifft.

00:08:34: Das ist ein wahnsinniger Rhythmusgeber auch beim Skifahren.

00:08:39: weil ich einfach von außen erkennen kann, wann hält der Mensch die Luft an, wann hält der Mensch ganz viel Druck.

00:08:45: Und das ist egal, ob man da extrem sportlich oder, wie gesagt, leih ist.

00:08:51: Wenn die ganze Struktur schon so unter Druck steht und zusammengeschraubt ist, hab ich keinen Spielraum mehr.

00:09:00: Also bin ich nicht mehr reaktiv, ich kann nicht mehr auf verschiedene Hügel oder auf schlechte Sicht reagieren.

00:09:08: Ich glaube, dass das Verletzungsrisiko,

00:09:11: egal

00:09:12: ob wir vom Spitzensport sprechen oder vom anderen, einfach um massiv viel höher ist, wenn die Gelenke keinen Platz haben.

00:09:22: Da wirken so starke Torsionskräfte.

00:09:25: Der Körper kann nicht mehr, da gibt es keinen Spielraum mehr für den Körper.

00:09:32: Knochen brechen dann schneller, Bänder reißen schneller.

00:09:36: Es ist einfach ein Ja.

00:09:38: Profilaxe, für mich.

00:09:41: Also doch Dreidnerin.

00:09:44: In gewisser Weise vielleicht schon, aber im Moment packe ich das im Jugendbereich nicht.

00:09:48: Das nimmt mich emotional zu stark mit.

00:09:52: Okay.

00:09:53: Wie ist die Geschichte mit Knie über den Fersen halten?

00:09:58: Das höre ich oft von Leuten, die begeistert ski fahren, dass sie im Steilhang als Grundposition über jeden Hügel kommen.

00:10:08: Leyen, weiß so, Feldwald und Wiesen, Lust, Skifahrt.

00:10:14: Schwierig.

00:10:15: Ich finde es unglaublich schwierig, wenn ich über einen Hügel drüberfahre, muss praktisch der Oberkörper die gleiche Position haben wie die Schienbeine beim Skifahren.

00:10:27: Und ich muss praktisch mit dem Oberkörper mit nach vorne gehen.

00:10:30: Steht der Oberkörper zu weit hinten, funktioniert das nicht und erfordert einen gewissen Mut in diese neue Situation reinzugehen.

00:10:40: Ich finde es unglaublich schwierig, diese Position im Shishu zu halten, weil man ziemlich relativ fest ist in den Shishun und weil man einfach so eine bestimmte Vorgabe hat, auch von der Steilheit, vom Gelände.

00:10:55: Und wo es natürlich unglaublich spannend wird, wenn man mal Kinderschikos gibt und den ganzen Tag einen Flug vorfahren muss.

00:11:05: in der inneren Rotation und dann auch noch Kinder aufheben muss.

00:11:09: Also das ist natürlich Gift für jedes ISG und ich bin mittlerweile einfach so froh, dass ich weiß, wie ich mich jeden Abend selber wieder helfen kann.

00:11:18: Früher hatte ich jeden Tag nach dem Schikos einfach Kreuzschmerzen und jetzt ist es einfach nicht mehr so.

00:11:29: Yoga sage ich, dass unsere Fußposition das Gegengift sei.

00:11:35: Und du brauchst dann für den Flug praktisch das Gegengift für sie wieder ins V- und Leisten öffnen.

00:11:43: Genau.

00:11:44: Super.

00:11:49: Du sagst, du arbeitest mit deiner Mutter.

00:11:53: Also in welchem Alter sind die Leute, die mit dir Skifahren, mit euch Skifahren?

00:12:01: Skifahren ist es gemischt.

00:12:03: Ich mag Kinder unglaublich gerne, also ich fahre auch mit Dreijährigen, weil da sämtliche Didaktik und sämtliche Erlandesprech-Dinge.

00:12:15: einfach zum Teufel sind, weil wenn ein Kind sich einbildet, das muss jetzt fahren wie ein Polizeiauto, dann fährt das so.

00:12:22: Und ob es dann Skifahren übers Polizeiautoland oder über das, was ich technisch sage, ist mir eigentlich relativ egal.

00:12:30: Was ich an Kindern so unfassbar gerne mag, sie sind so ehrlich.

00:12:34: Und wenn sie eine bestimmte Kontrolle über ihren Körper erlangt haben, dann ist es so ein Glitzern in den Augen.

00:12:44: Und da spricht, wie wenn Sie so die Macht über Ihren eigenen Körper haben.

00:12:49: Ich kann jetzt entscheiden, wann bremse ich?

00:12:51: Wann fahre ich los?

00:12:53: Wobei, Polizeiauto ist doch ein tolles Bild.

00:12:56: Wir sagen, der Körper folgt der Vorstellung.

00:12:58: Wir muten den Leuten ganz viele Illustrationen zu und laden sie ein, ihre eigenen Bilder zu finden.

00:13:10: Geht das mit Kindern leichter als mit Erwachsenen?

00:13:14: Ich finde schon, was heißt geht, ist leichter.

00:13:18: Ich habe oft gar keine andere Wahl, weil ich kann am Kind keine Erwachsenen, also zumindest nicht mit drei Jahren, kann ich nicht eine Erwachsenenerklärung ans Knie schrauben.

00:13:27: Was mir im Gegenzug bei Erwachsenen oft auffällt, es fällt oft ein Satz, der geht los, mit.

00:13:34: ich dachte beim Skifahren.

00:13:37: Und manchmal sage ich dann, hey, jetzt denkt man mal weniger, sondern tun mal wieder mehr.

00:13:43: Hör mal auf zu denken, sondern tu einfach.

00:13:46: Genau.

00:13:46: Komm ins tun, komm ins spüren.

00:13:48: Das ist das, was wir als Erwachsene, glaube ich, oft verlernt haben.

00:13:52: Und was du vorhin gesagt hast, das Kinder unverstellt.

00:13:59: hat die Erfahrung, dass Kinder spüren, was sie spüren und das nicht in Frage stellen.

00:14:04: Du kennst das aus der Ausbildung, wenn ich sage, wenn du antwortest, ich glaube, ich denke, ich spüre etwas, dann bist du schon geliefert.

00:14:14: Oder ist bei, da sind wir wirklich zu kopplastik, zu der innere Kritiker Selbstsensur.

00:14:28: Also, Kinder und dann Erwachsene.

00:14:31: in welchem Alter?

00:14:33: Die älteste war in der Vierundachtzig.

00:14:38: Also

00:14:39: die Spanne ist riesig.

00:14:41: Es gibt im Skifahren viele, die praktisch wieder früher mal Skigefahren sind, irgendeinen Unfall hatten und wieder einsteigen wollen.

00:14:48: Oder Menschen, die sich auf der Piste unwohl fühlen und dann ins Gelände gehen wollen.

00:14:53: Es geht total oft auch um Sicherheit.

00:14:56: Und Sicherheit kann ich nicht nur im Außensuchen, die muss ich in mir selber finden, dann kann ich irgendwann nach außen gehen.

00:15:03: Und

00:15:04: welche Altersgruppe ist in deinem Studio?

00:15:11: Ich möchte eigentlich, möchte ich fragen, Nikola, ziehst du junge Frau, auch junge Menschen an?

00:15:20: Ja.

00:15:20: Weil die Vierundachzeigjährigen habe ich selbst, oder?

00:15:23: Nein, ich habe auch Junge.

00:15:26: Mädchen und ich habe auch zwei junge Männer.

00:15:30: Das jüngere Mädchen, das hat jetzt letzte Woche ein Baby bekommen, die ist um Anfang zwanzig.

00:15:37: Und der junge Mann, der ist Mitte dreißig, kam mit einem Bandscheibenvorfall, ist der Backstubenleiter von meinem Mann, konnte lange nicht, also er konnte nicht... Auf allen Vieren ist er die Treppe hochgelaufen.

00:15:55: Also zu mir kam und wir haben dann zweieinhalb Stunden mit viel Schweiß und Training gearbeitet.

00:16:01: Und er ist dann aufrecht die Treppe wieder nach Hause gegangen.

00:16:04: Er hat gesagt, das war das erste Mal in seinem Leben, dass er ohne Schmerzen Auto fahren konnte.

00:16:10: Und er sagt einfach, er ist mittlerweile so weit, dass er in der Backstube, wenn er irgendwas Schweres heben muss und es klemmt wieder hinten, dann sagt er, okay, ich muss kurz zwanzig Minuten Pause machen, geht oben ins Büro, macht seine Übungen, kommt runter und dann kann er sich einfach selber helfen.

00:16:26: Er ist nicht mehr so viel.

00:16:26: Ich finde das toll, Nikola.

00:16:29: Und auf der anderen Seite

00:16:31: auch

00:16:32: schade, dass die meisten Menschen Zugangtjeniger finden.

00:16:38: wenn sie schon etwas quält.

00:16:40: Oder ich habe wirklich davon geträumt, dass ich da die ganze Welt anstecken kann mit der Idee von der absoluten Prävention oder auch das auch meine Schmerzgeschichte erzähle ich in den Büchern, um zu sagen, selbst dann funktioniert, stellt ihr vor, wie es funktioniert ohne Schmerzen.

00:16:59: Was können wir da besser machen?

00:17:02: Ich glaube, dass es gerade eine unglaubliche Chance ist, weil ich glaube, es ist ein Umdenken in den Köpfen der jungen Leute.

00:17:07: Also es gibt unfassbar viele Angebote.

00:17:11: Ich finde, es gibt unglaublich viele Angebote, wo man praktisch retreat hier, retreat da, findet dich selbst hier.

00:17:21: Atmen und bewegen und Zeremonien und was weiß ich, findet dich selber.

00:17:29: Und ich finde am Cantinicals interessant, dass es fast alles verkörpert und verbindet.

00:17:36: Wir haben aus fast allen Bereichen, was das wir verkörpern.

00:17:42: Und doch ist das genau das, was uns ausmacht?

00:17:48: Wie

00:17:48: kommunizieren wir das besser?

00:17:50: Es

00:17:53: ist eine sehr, sehr schwierige Frage.

00:17:57: Wir dürfen uns nicht verleiten lassen, in dieses, was gerade so auf den Markt geschwemmt wird, da auf dieses Gesäusel und so von KI mit einzusteigen, weil ich glaube, dann klingen wir wie der Rest, weil wir sind nicht wie der Rest.

00:18:17: Und ich glaube, wir müssen in unserer eigenen Sprache bleiben, in dieser deutlichen Klaren einfachen, also... Einfachen eigentlich Sprache, wenn man sich mal eingefunden hat.

00:18:30: Und dann, glaube ich, haben wir eine Chance, in dem Ganzen zu bestehen.

00:18:35: Weil momentan, finde ich, gibt es unfassbar viel Informationen, die aber gleichzeitig unfassbar diffus sind.

00:18:43: Und ich finde, dass wir in der Klarheit bleiben müssen.

00:18:47: So wie wir mit unseren Körpern sprechen, müssen wir, denke ich, nach außen auch sein.

00:18:54: Ich denke manchmal nach, alles was du mit den Ritriets, ich sehe zwei Richtungen im Markt.

00:18:59: Auf der einen Seite wird der Quick Fix versprochen.

00:19:03: Die größte deutsche Tageszeit um jeden Tag, eine Dings, die drei besten Übungen.

00:19:09: Auch ein Spiegel, eine Zeit, eine FA-Zeit.

00:19:13: Die

00:19:13: eine Übung gegen Rückenschmerzen und das ist einfach gelogen.

00:19:17: Das gibt es nicht.

00:19:18: Also Leute möchten auf den Quick Fix springen, fällt mir auf.

00:19:22: Als Zweites fällt mir auf, dass niemand mehr etwas aus der eigenen Tasche zahlen möchte, sondern nur Kasse, Kasse, Kasse.

00:19:29: Da sind wir ja Gott sei Dank daran.

00:19:32: Für die Zuhörer, ich habe kein Diplom.

00:19:36: Ich bin weder Ärzte, noch Therapeutin und egal, wie viele Menschen sich mit meiner Methode selbst teilen, bis jetzt konnte ich nicht überkassen.

00:19:46: Kannst du über Kassen abrechnen?

00:19:48: Nein, leider nicht.

00:19:48: Auch noch nicht.

00:19:49: Also, da tut sich jetzt viel.

00:19:51: Also das sind so Argumente und vielleicht denke ich, manchmal denke ich, dass ich doch diese tiefgreifende kreatürliche Spiritualität dieser Arbeit mehr betonen muss.

00:20:07: Also mehr versprechen.

00:20:09: Weißt eben, mit Retreat, Wohlbefinden sowieso.

00:20:16: Auf der einen Seite sehe ich das wie du, nur ich finde... Wir müssen dabei so klar wie möglich bleiben.

00:20:24: Ich kann

00:20:24: nicht anders.

00:20:26: Du auch nicht.

00:20:27: Nein, ich auch nicht.

00:20:28: Und ich finde, das meine ich mit dieser Masse.

00:20:32: Es wird im Moment so geschwemmt, mit so diffusen

00:20:37: Dingen.

00:20:37: Ich finde, das hast du toll dargestellt.

00:20:41: Ich denke trotzdem manchmal, dass ich wie diese Selbstermächtigung zu deutlich dahin stellen, dass ich sage, du holst das aus der Methode heraus, was du investierst.

00:21:02: Weißt, ich verspreche den Leuten nicht in Quick Fix.

00:21:05: Ich verspreche sehr bald schmerzfreie Inseln.

00:21:11: Und ich finde auch, das ist auch Wahrheit.

00:21:14: Es ist kein Quick Fix.

00:21:16: Jeder Mensch hat lebenslang mit dem Körper.

00:21:20: Und dieses Programm ist ein, viele sagen, ja, es sei mehr Lifestyle als Training.

00:21:29: Und wenn die Leute selbst das so empfinden, finde ich es cool.

00:21:33: Also ich sage dir, was ich meine, immer wieder diese Zuspriften, Frau Gantjeni, ich habe... Der Buch gekauft.

00:21:42: Ich habe ein Abo gebucht.

00:21:44: Ich habe das Training gemacht.

00:21:46: Es war besser.

00:21:47: Ich war nicht mehr in Kontinent.

00:21:50: Die Blase war wieder an Ort.

00:21:52: Und jetzt kaum habe ich drei Monate nix gemacht.

00:21:55: Ist alles wieder beim Alten.

00:21:59: Oder das finde ich schon eine Herausforderung an der Methode, dass ich sage, wenn du den Erfolg halten willst, musst du weiter trainieren.

00:22:09: Das weißt du ja auch.

00:22:11: Wenn ich nicht mehr trainiere, kommt meine Skoliose wieder zum Vorschein.

00:22:14: Also rein sportwissenschaftlich ist es einfach so, benutze ich einen Muskelnicht, bildete er sich nach�envierzig Stunden zurück.

00:22:22: Das ist ein ganz klarer Fakt, denn der jetzt nichts mit Spiritualität zu tun hat.

00:22:29: Und dessen muss ich mir halt bewusst sein.

00:22:31: Ich muss mir bewusst sein, dass sich mein Körper verändert.

00:22:34: Mit

00:22:35: allen

00:22:36: Dingen, die im Leben passieren, sind es emotionale Haltungen, sind es Lebenssituationen, sind es Lebensverändernde Situationen, sind es Arbeitssituationen, es ist völlig egal, unser Körper, durch unseren Körper fließt alles Mögliche.

00:22:53: Und das muss ich jeden Tag wieder neu

00:22:55: einstellen.

00:22:58: Wie Skire präpariere ich?

00:23:01: Kann ich eine ganze Saison mit dem gleichen Skifahren?

00:23:04: Nie die Skivachsen, nie die Karten schleifen.

00:23:06: Und am Ende meinen, ich habe trotzdem ein Tip-Top-Ski.

00:23:09: Also,

00:23:11: ich muss mein Körper nehmen.

00:23:12: Und wir möchten ja durch die Ausrichtung der Knochen, so wie sie im persönlichen Bauplan vorgesehen ist, erreichen wir ja eigentlich schon mit der guten Haltung alles.

00:23:27: Sehnen, Pfasten, Muskeln in einer Aktionsbereitschaft.

00:23:34: Wie ist das mit der SACO-Penigate bei alten Menschen noch schneller als achtundvierzig Stunden?

00:23:41: Mir scheint so, dass ältere Menschen, du weißt, ich bin fünfundsebzig, die ich wollte ja mit diesem Lebenslang beweglich und kraftvoll wollte ich Boomer ankicken.

00:23:54: Und muss jetzt lernen, Ziel nicht erreicht.

00:23:58: Natürlich gibt es ein paar Fans.

00:24:00: Meistens kommen die Döchter.

00:24:03: und auch immer mehr Söhne zu uns in die Stunden und sagen, sie haben das Buch gesehen bei der Mutter, bei den Eltern, oder sie haben es den Eltern geschenkt.

00:24:13: und die sagen, oh, das ist mir viel zu anstrengend, mache ich nicht.

00:24:17: Und die Jungen sagen, sie sehen mich im gleichen Alter oder älter als die Eltern und nehmen mich jetzt als Rollmodel.

00:24:27: Mir gefällt das.

00:24:29: Wie kann man die Alten erreichen?

00:24:34: Ich glaube, dass im Alter die ganzen Prozesse einfach langsamer fortstatten gehen, also nicht nur auf der Zellebene, also die ganzen Stoffwechsel funktionieren langsamer, sondern ich glaube, dass einfach eingeschlüffene Denkmuster.

00:24:54: schon über viele Jahre einfach eingeschliffen werden.

00:24:58: Wahrscheinlich über Generationen.

00:25:00: Richtig.

00:25:00: Und ganz, ganz, ganz, ganz viel Arbeit nötig ist.

00:25:04: Ich glaube, es ist ja nicht klar, ganz andere Generation.

00:25:08: Ich habe so die Erfahrung, dass die Generation, die oft kommt, zu mir unfassbar viel Druck in sich aushält.

00:25:16: Ich muss perfekt sein.

00:25:17: Ich muss funktionieren.

00:25:19: Ich muss ja, keine Ahnung, den Mann des Essen richten.

00:25:22: Ich muss die Unterhosen zusammenfalten.

00:25:24: Ich muss, ich muss, ich muss.

00:25:26: Und ich muss funktionieren.

00:25:28: Und ich glaube, dass die jüngere Generation im Moment ein Umdenken hat.

00:25:32: Nee, ich muss nicht immer funktionieren.

00:25:34: Ich darf auch mal.

00:25:36: Und das ist aber ein Generationenthema.

00:25:40: Und die muss da aufzubrechen.

00:25:45: habe ich so die Erfahrung gemacht, funktioniert nur im persönlichen Gespräch auf... Wo ich nicht mehr so auf so Schubladen denken zurück, also wo mein Gegenüber nicht auf Schubladen denken, zurückgreifen kann.

00:26:04: Also sprich auf dem Dorf fest, sprich mich jemand an und sagt, hey, du machst doch das mit diesen Beckenboden.

00:26:10: Ist das für Männer auch was?

00:26:12: Ja, selbstverständlich ist das was für Männer.

00:26:14: Ihr habt auch einen Beckenboden.

00:26:17: Ja, aber... Das brauch ich.

00:26:20: Das hat man ja schon immer so gemacht.

00:26:24: Schau dich doch selber mal an.

00:26:25: Seit wieviel Jahren hast du Rückenschmerzen?

00:26:28: Wie lange... Ach so, der Rücken gehört auch zum Beckenboden.

00:26:33: Ja, tut er auch.

00:26:33: Und die Prostata, ja?

00:26:35: Der Kopf der Nacken.

00:26:36: Es gehört da alles dazu.

00:26:39: Und ich sage dann immer, Leute... Ihr seid diejenigen, die zum Arzt trennt, die Verantwortung abgibt.

00:26:45: Bitte mach mal, bitte operieren mich.

00:26:48: Aber ihr habt doch jetzt die Chance.

00:26:50: Ihr könnt euch selber ermächtigen.

00:26:52: Ihr habt selber die Wahl, tue ich was, vernehm mich die Verantwortung über mich selber oder nicht.

00:26:59: Und das ist meistens der Punkt, wo die meisten dann anfangen.

00:27:03: Stimmt eigentlich.

00:27:05: Wie alt warte man auf dem Dorf fest?

00:27:09: Ich würde sagen in deinem Alter.

00:27:12: Ja,

00:27:12: eben.

00:27:14: Okay.

00:27:15: Also diese Stimme

00:27:18: bricht man, finde ich, nur auf, wenn man länger Zeit hat.

00:27:24: Wenn man sich länger mit den Leuten unterhalten kann.

00:27:27: Wenn man irgendwann sie an einen kleinen Fitzl packen kann und merkt, jetzt bricht die Schale auf.

00:27:33: Diese Harte, diese nach außen.

00:27:36: Ja gut, wenn die Leute regelmäßig ins Training kommen, kann ich das auch machen.

00:27:40: Es ist dann ein anderer Dialog.

00:27:42: Aber sie müssen erst mal hinkommen.

00:27:45: Also Nikola, dann bearbeitest du deine Generation und ich versuche weiterhin meine Mitbummer liebevoll in den Hintern zu treten.

00:28:06: Ich danke dir herzlich fürs Gespräch.

00:28:08: Danke, Benita.

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