Inkontinenz: Beckenboden aufbauen ohne Druck, mit Conny Wassermann
Shownotes
Auch Ü50 durchs Leben tanzen
Conny Wassermann, 54, leitet in Berlin ein grosses, lebendiges Studio mit einem breit gefächerten Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie ist mitverantwortlich, dass Berlin zu einer Hochburg von CANTIENICA® Körper in Evolution geworden ist: Nirgends ist die Dichte an CANTIENICA®-Lizenztrainer:innen höher als im aufgeschlossenen, experimentierfreudigen, neugierigen Berlin. Und diese gegenseitige Liebe zwischen Stadt, Menschen und CANTIENICA® dauert nun auch schon fast 30 Jahre.
Conny liebt an der Methode, dass sie praktisch, konsequent und alltagstauglich ist. Sie denkt in Netzwerken, nicht in Konkurrenz, sie fördert Persönlichkeiten, nicht Abhängigkeiten und versteht ihr Studio als Ort der Entwicklung – für Teilnehmende ebenso wie für Trainer:innen. Unterschiedliche Temperamente, Stile und Schwerpunkte sind für sie „die Stärke“.
Conny Wassermann
CANTIENICA® Master Teacher IM NEUEN RAUM – Studio für CANTIENICA®, Tanz, Yoga & mehr Elsenstraße 106 12435 Berlin, Deutschland imneuenraum.de
Thema des Podcasts:
Das grosse Ja zum eigenen Körper
Conny Wassermann spricht mit Benita Cantieni über:
- Eigenverantwortung und warum sie vielen Menschen so schwerfällt
- Selbstmotivation und Disziplin und das Glück, das daraus entsteht
- Kraft, die aus der Tiefenmuskulatur kommt
- Inkontinenz und Selbstheilung
- Vernetzung von allem mit allem
- den Notfallkoffer, der im eigenen Körper steckt
CANTIENICA® Körper in Evolution ist anatomisch präzises Training für Aufrichtung, Kraft und Schmerzfreiheit – von innen nach außen. Du lernst, deinen Körper so zu bewegen, wie er von Natur aus gedacht ist: effizient, leicht und kraftvoll. Dein Körper versteht schnell, was ihm guttut – und antwortet mit Leichtigkeit.
Links:
- CANTIENICA®-Methode: https://cantienica.com
- Ausbildungen: https://cantienica.com/ausbildung
- Studio Zürich: https://cantienica.com/studiozuerich
Transkript anzeigen
00:00:01: Hey Conny, Cornelia Wassermann in Berlin.
00:00:04: Schön, dass du da bist.
00:00:06: Danke, dass ich hier sein darf.
00:00:09: Ich war auf deiner Homepage und habe nachgezählt.
00:00:13: Du hast 49 Lektionen, 49 Angebote pro Woche.
00:00:21: Das ist beachtlich.
00:00:23: Du hast fünfzehn Teilzeitlehrerinnen.
00:00:28: Wenn ich gut geschaut habe, alles Frauen.
00:00:31: Nein, ein Mann.
00:00:33: Ein Mann.
00:00:34: Wie viele davon sind auch CANTIENICA®-Trainerinnen?
00:00:39: Sieben sind davon.
00:00:41: Sieben.
00:00:43: Und das ist sehr bewegungsfroh.
00:00:49: Da gibt es Ballett, Contemporary, Tanz für Schwangere, Capoeira, Eltern-Tanz, Kinder-Tanz.
00:00:57: Gehe ich recht in der Annahme, dass du CANTIENICA®-Training als perfekte Grundlage für den Tanz anbietest und auch soweit es geht einbaust?
00:01:13: Da hast du recht, ja?
00:01:15: Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich höre, wie viele Kurse wir anbieten, dass es tatsächlich so viele sind.
00:01:21: Das CANTIENICA® ist... in allen drin.
00:01:24: Natürlich ist es so, wenn ich eine Tanzlehrerin habe, die, nein, das nehme ich wieder raus.
00:01:32: Das CANTIENICA® ist in allen drin.
00:01:34: Es macht einfach Freude, es überall mit dabei zu haben.
00:01:40: Auffallend, dass du hast Kurs für Jugendliche und eben Eltern-Tanz, Tanz für Schwangere.
00:01:49: Das klingt nach nicht nur unternehmerischem Spirit, sondern auch nach Netzwerken.
00:02:00: Bist du eine gute Netzwerkerin?
00:02:02: Und kann man das lernen?
00:02:05: Ich glaube, dass was am wichtigsten ist beim Netzwerken, ist das eigentlich eine Ego rauszunehmen und Konkurrenzdenken rauszunehmen.
00:02:14: Wenn das nicht da ist und man wirklich allen Wertschätzen begegnet mit der Neugierde zu schauen, was andere Menschen tun, dann entsteht Netzwerken wie ganz von alleine.
00:02:30: Wenn ich mich immer in Bezug aufsetze, wenn ich mich selber zu wichtig nehme, dann entsteht Netzwerken nicht von alleine.
00:02:40: Ich liebe es, Netz zu werken, weil ich finde, alle um mich herum machen gute Arbeit.
00:02:47: Nur wenn ich weiß, was die anderen auch machen, dann kann ich mich selber weiterentwickeln und auch mein Studio weiterentwickeln.
00:02:55: Darf ich da einhaken?
00:02:57: Es ist nicht so, dass alle Berliner ohne Ego sind.
00:03:01: Es ist meine Erfahrung mit CANTIENICA®, dass die Berliner in diesem Falle begegnungsfreudig sind, bewegungsfreudig und begegnungsfreudig.
00:03:17: Weil auch heute noch in keiner anderen Stadt der Welt gibt es so viele CANTIENICA®-Instruktorinnen wie in Berlin.
00:03:27: Und ihr kanibalisiert euch nicht.
00:03:29: Ich höre da immer wieder.
00:03:31: dem oder der empfohlen dahin zu gehen, weil die besonders gut ist mit Drücken und die hat nebenher eine soziale Ausbildung.
00:03:42: oder eben du bist gut mit Kids und Jugendlichen.
00:03:45: Ist das eine Berliner Charaktereigenschaft?
00:03:48: Vielleicht ist es mit an die CANTIENICA®-Ausbildung gebunden,
00:03:54: weil wir... Nein, eben leider nicht.
00:03:58: Ich kenne KCANTIENICA®-Trainerinnen, die ein großes Konkurrenzdenken haben, die auch sagen, sie möchten nicht, dass jemand im Umfeld und so weiter und so fort.
00:04:12: Und früher haben wir das sogar noch gefüttert, ein bisschen mit Gebietschutz.
00:04:19: oder wir haben das Verstanden und gesagt in diesem Umkreis.
00:04:24: und heute haben wir das Ganze aufgegeben.
00:04:26: und Berlin ist der Gegenbeweis, es funktioniert.
00:04:30: Es funktioniert nicht in allen Städten.
00:04:33: Du förderst auch deine interessierte Kundinnen, die sagen, sie möchten gerne Instruktoren werden, dann hören die von dir nur Begeisterung.
00:04:44: Ich habe es oft genug erlebt.
00:04:45: Und bei anderen, ja, komm jetzt erst mal noch zwei Jahre, weißt?
00:04:51: Also, ich hätte gerne, dass das ansteckt.
00:04:55: Weil ich als Entwicklerin der Methode, ich habe kein Konkurrenzdenken.
00:05:00: Ich habe keine Berührungsängste.
00:05:02: Sonst würde ich ganz still in meinem Kämmerchen vor mich hin schaffen in der irrigen Annahme.
00:05:09: Niemand sonst auf der Welt könnte das so gut.
00:05:12: Hat es ja auch gegeben.
00:05:14: Viele tolle Sachen von Frauen sind so untergegangen.
00:05:19: Und Berlin ist eigentlich, dabei weiß, dass das ... miteinander geht, in deinem Studio.
00:05:25: Du musst ja alle, die bei dir arbeiten und ich weiß, dass du das tust und extrem gut im Fördern bist, allen die eigene Persönlichkeit lassen, die wunderbaren, ich denke da an Aracelli, die eine derartig außerordentliche Persönlichkeit ist.
00:05:48: Das muss man vertragen nehmen sich.
00:05:52: Ich
00:05:54: bin der Meinung, jeder Kunde, jeder, der Kantjeniker machen möchte, muss die richtige Trainerin finden.
00:06:03: So gut, wie die Methode ist, Benita.
00:06:06: Die Methode ist toll.
00:06:07: Es bedarf aber einer Trainerin oder einen Trainer, die zu einem passt.
00:06:13: Und dann bedarf es noch ein bisschen Eigendisziplin, damit man selber trainiert.
00:06:18: So, und ich kann nicht zu jedem Menschen passen.
00:06:21: Aber Aratzel Czeli oder einer unserer fünfhundert anderen Trainerinnen kann genau die richtige Lehrerin für irgendeine Person sein.
00:06:32: Und wenn ich mich dessen bewusst bin und es nicht persönlich nehmen, wenn sich jemand gegen das Training bei mir entscheidet, dann finde ich, kann man doch offen sein.
00:06:42: Sag ich auch, wir sagen den Leuten, es ist mindestens so anspruchsvoll, wie einen Psychotherapeuten finden.
00:06:51: Probier alle Instruktorinnen und aus und geh dann dahin, wo dir das Temperament schön...
00:07:00: Super!
00:07:01: Das ist ein schöner Vergleich dieses Therapeuten Suche.
00:07:04: Genau, genau das ist es.
00:07:06: Und dann muss man einfach auch den Mut haben zu sagen, das geht mir hier zu schnell oder zu langsam oder was auch immer.
00:07:13: Ja.
00:07:15: Wie bist du zur Methode gekommen?
00:07:18: Ich weiß, es war zwei Tausend und fünf.
00:07:23: Als wir uns trafen, was hat dich in das Training geführt?
00:07:31: Mir bei so vielen Frauen, was nach der Entbindung meines ersten Sohnes, hatte ich mit Rückenschmerzen und Inkontinenz zu tun, habe dann so ein bisschen ausprobiert, was man halt so ausprobiert.
00:07:46: und übers Kegeltraining.
00:07:48: Was probiert man so aus Kegels?
00:07:50: Ja,
00:07:50: genau.
00:07:51: Man macht also Fahrstuhl
00:07:53: in der Vagina.
00:07:55: Na, viel moderner, sich so was einführen, was man ans Handy koppeln kann.
00:08:01: Und dann tut man versuchen mit den Kneifen der... der Vagina irgendwelche Sachen einzufangen auf dem Handy.
00:08:11: Also es gibt Computerspiele inzwischen.
00:08:14: Toll.
00:08:17: Nein, ein bisschen beschämend, weil man liegt sich ja ins Bett und hofft, dass niemand guckt und was man da so treibt.
00:08:24: Es hat nichts
00:08:24: gebracht.
00:08:26: Und genau, ich bin dann zum Kantjeniker auf Empfehlung von jemanden gekommen und irgendwie hat es mich ab den ersten Moment gecatcht.
00:08:37: Obwohl es nicht so sportiv war, wie ich das sonst von Fitnessstudio oder von Yoga einhalten kannte.
00:08:48: Aber es hat so nachhaltigen Eindruck in meinen Körper geschaffen.
00:08:53: Das fand ich total beeindruckend.
00:08:56: Genau.
00:08:57: Und inzwischen, muss ich sagen, alle Spiele brauche ich nicht mehr.
00:09:02: Also ich kann hüpfen, joggen, tanzen, drehen.
00:09:07: Es funktioniert.
00:09:08: Und das hat mich, also da danke ich dir für deine Erfindung sehr, dass das darüber funktioniert hat über diese Methode.
00:09:16: Darf
00:09:16: ich dazu etwas sehr Intimes sagen, Conny?
00:09:21: Ja?
00:09:21: Ich erinnere, dass ich mir von dir gelernt habe, dass man eine Rectostiastase mit den Schultern öffnen oder schließen kann.
00:09:37: Kannst du dich erinnern, wir waren joggen da hinten bei der epileptischen Klinik und du sagst, Benita, jetzt schau, jetzt hat sich die Rectosterostase geöffnet und ich schau dich an und sag, jetzt hast du die Oberarmkugeln wieder nach vorne oben gezogen.
00:09:58: Und es war für beide ein durchschlagendes Erlebnis.
00:10:01: Für mich einmal mehr Bestätigung, dass alles mit allem vernetzt ist, dass die Kopfhaltung in Kontinenz beeinflussen kann, die Fußhaltung, die Beinachse.
00:10:16: Und für dich war es wahrscheinlich auch eine Haarenlebnis, weil die ist ja jetzt vollkommen geschlossen, die Bauchdecke stimmt.
00:10:28: Ich kann noch, wenn ich mich sehr darauf konzentriere und mich vorne richtig knautig zusammenziehen, dann kann ich sie noch machen.
00:10:40: Aber ich kann sie auch sofort wieder auflösen.
00:10:43: Okay, das bestätigt meine Erfahrung jetzt im Moment mit meiner Bronchitis.
00:10:49: Wenn ich nicht aufpasse, werde ich ganz schnell zurück in meiner Skoliosi und ich weiß, wie ich mich sofort wieder aufspanne.
00:10:57: Führt uns zum leidigen Thema Disziplin.
00:11:03: Ich finde es ja für mich überhaupt kein Thema mehr.
00:11:09: Es hat sich so eingebrägt bei mir in jede Körperzelle, wie viel besser ich mich, wie gut ich mich nach dem Training fühle, dass ich einfach gerne trainiere.
00:11:20: Wie geht es dir?
00:11:21: Musst du dich zwingen?
00:11:23: Manchmal hin und wieder.
00:11:26: Manchmal muss ich mich zwingen.
00:11:28: Aber... Und wie machst du das?
00:11:30: Genau, mein Körper sagt es mir.
00:11:32: Also, wenn ich ins Balletttraining gehe oder Kraft trainiere, dann brauche ich eigentlich mindestens zwei CANTIENICA®-Trainingseinheiten, damit ich danach keinen Muskelkarte habe und mir nichts wehtun.
00:11:50: Weil manchmal ist es so, dass man durch diese äußeren Sportaktivitäten, die Aufrichtung nicht halten kann.
00:11:58: Und dann hätte ich wahnsinnig viel Muskelkarte, aber wenn ich danach mich sofort auf die Matte begebe und eine CANTIENICA®-Trainingseinheit mache, dann habe ich keinen Muskelkater, dann geht es mir am nächsten Tag gut.
00:12:12: Wie lange dauert die Einheit?
00:12:16: Na, ich versuche schon eine Stunde... mindestens am Stück zu trainieren und in der Woche gerne zwei, wenn es gut läuft, sogar drei Stunden.
00:12:30: Zusätzlich zu diesen.
00:12:33: Das ist toll.
00:12:35: Ich bin ja jetzt gerade sehr intensiv, konfrontiert mit Gleichhaltrigen.
00:12:44: Ich bin in den Seventon, habe keine Kontaktsperre mit meinem Alter und wollte mit diesem neuen Buch lebenslang weglich und kraftvoll Boomer anstupsen und ich scheitere kläglich.
00:13:00: Die geben es an die Töchter, an die Söhne und die sagen dann ist toll, das möchten wir machen, weil sie möchten altern wie ich und nicht wie die eigene Mutter.
00:13:09: Das ist ja toll.
00:13:11: Ich frage dann sagen ganz viele Gleichaltrige, die ja Senioren sind, pensioniert.
00:13:19: die da irgendwo den Garten machen, vielleicht noch eine Voluntärsarbeit irgendwo, vielleicht gehen sie golfen, vielleicht haben sie ein Hund, vielleicht haben sie ein Konzertabonnement und klagen alle, sie hätten keine Zeit.
00:13:36: Und ich verstehe es nicht.
00:13:38: Ich frage, warum seid ihr so geizig mit euch selbst und eurem Wohlbefinden?
00:13:45: Was antwortest du?
00:13:47: Du begegnest dem bestimmt auch und ja, bist einiges jünger als ich.
00:13:54: Ich glaube, das ist schon ein Tick der Alten, die das Training doch so bräuchten.
00:14:03: Also diesen Satz, Dieser Geiz mit der Zeit für sich selbst, den habe ich schon mal von dir vor ein paar Jahren gehört und der hat mich sehr beschäftigt, weil man wirklich geizig ist mit der Zeit für sich selbst.
00:14:21: und dann denkt man, man muss was für sich selbst tun.
00:14:25: und dann beobachte ich, wie die meisten Leute sich auf Sofa setzen, Fernsehe gucken und auch noch ins Handy dabei gucken, wo ich mich frage, Ist das Zeit für mich selbst?
00:14:38: Nein, es ist Zeit, um sich
00:14:40: bevisern zu lassen.
00:14:41: Moment, ich reche von Gleichhaltrigen, die immer noch für mich auch unvorstellbar jede Woche zum Friseur gehen.
00:14:51: Nägel machen, Massagen.
00:14:57: Mehr als eine geht auch noch zur Schneiderin, also da ist die Zeit.
00:15:03: Der Geiz ist in ... Ich hab's noch nicht ganz ... Ich fass es noch nicht, weil so oft werd ich gefragt, wie oft.
00:15:15: ich muss haarklein wissen.
00:15:17: Wie oft und wie lange muss ich trainieren?
00:15:19: Und ich sag, ich weiß es doch nicht.
00:15:21: Ich trainiere zwei bis drei Stunden, mache möglichst jede Bewegung im Alltag bewusst.
00:15:28: Manchmal falle ich auch aus dem Rahmen, dann mache ich die nächste Bewegung um so bewusster und mit Qualität.
00:15:37: Und ich finde es geizig, wenn jemand nicht bereit ist, herauszufinden, ob der eigene Körper jeden Tag eine halbe Stunde am Wettrand mag oder zwei Stunden am Sonntag oder eben zwei Einzelnen Stunden.
00:15:56: Wie können wir?
00:15:58: Ich möchte die Gleichaltrigen schütteln.
00:16:02: Ich sage manchmal ganz gerne, wenn man mich fragt, wie viel muss ich trainieren, dann sage ich so lange, bis der Körper sagt, oh, jetzt geht es mir aber gut.
00:16:17: Diese Eigenverantwortung, ich bin dafür verantwortlich, dass es meinen Körper nicht gut geht, dass haben die wenigsten Menschen verinnerlicht.
00:16:25: Und ich werde richtig wütend, wenn ich Leute im Studio habe, die dann sagen, oh, mir tut was weh, ich muss wieder zum Osteopathen gehen, wo ich dann sage, hast du schon selber versucht, rauszukommen?
00:16:37: Oh, nee, wieso?
00:16:38: Osteopath ist noch nicht schlimm.
00:16:41: Der verträgt sich ordentlich mit der CANTIENICA®-Methode.
00:16:45: Wenn dann gleich kommt, ich brauche ein Kunstgelenk, dann werde ich wütend.
00:16:50: Erst Cortison, schwere Schmerzmittel und wenn es nicht läuft in drei Monaten ein neues Hüftgelenk.
00:16:59: Nein, ich werde davor schon wütend, weil ... Wenn man eine Weile CANTIENICA® macht, hat man doch einen Koffer mit Arzneimittelköfferchen.
00:17:10: Und wenn mir was wehtut, dann kann ich doch dieses Köfferchen öffnen und ein paar Übungen ausprobieren, um mir selber zu helfen.
00:17:19: Und wenn ich nicht das richtige Medikament, die richtige Übung in diesem Köfferchen finde, kann ich ja immer noch wohin gehen.
00:17:26: Aber immer... Erst mal will ich doch selber schauen, kann ich mir helfen und das funktioniert zu neunzig Prozent, wenn man diese Verantwortung selber übernimmt.
00:17:38: Das stimmt.
00:17:38: Warum ist das so schwer?
00:17:40: Ist das eine soziokulturelle Prägung?
00:17:43: Zweihundert Jahre hat jetzt der Typ im weißen Kittel gesagt, was uns fehlt oder was wir haben.
00:17:50: Ist das bei Jungen noch genauso, weil in meiner Generation ist das so?
00:17:54: Weißt du, kennst die Geschichte, wo die Frau kommt und sagt, sie war beim Arzt.
00:17:59: Und der hat gesagt, es ist jetzt die Blasensenkung viel besser geworden.
00:18:03: Und sie hat gesagt, dass sie CANTIENICA® macht.
00:18:06: Und der Arzt hat gesagt, das kann gar nicht sein.
00:18:08: Und jetzt kommt sie nicht mehr.
00:18:10: Also, das gab es ja immer wieder und gibt es immer noch.
00:18:16: Und das ist heutzutage immer noch so.
00:18:20: Ich kann mich erinnern, mein Mann war mit fünfzig das erste Mal beim Urologen.
00:18:25: Da ist diese Standard-Untersuchung und kam zurück.
00:18:28: und ich so, und was hat er gesagt?
00:18:30: Prostatatvergrößerung, altersmäßig, bedingt alles gut.
00:18:36: Und ich so, und was sollste ich jetzt machen?
00:18:38: Und er so, noch
00:18:39: nix.
00:18:40: Und
00:18:41: alleine
00:18:42: diese Tatsache, dass der Arzt nicht darauf hinweist, man könnte mit einem sinnvollen Training was dagegen tun und Es wieder die Prostata kleiner werden lassen, die Verschlimmerung nicht fortschreiten lassen.
00:18:57: Das hat mich total erschreckt, dass unsere Ärzte immer noch so denken, man verfällt im Alter.
00:19:03: Und das geben sie den Kunden mit oder den Patienten.
00:19:07: Jetzt gibt es auch da Ausnahmen.
00:19:09: Ich habe in letzter Zeit sehr, sehr, sehr viele.
00:19:12: Wir haben in Zürich im Studio sehr viele Neukunden über.
00:19:16: Gynäkologinnen, die den Frauen sagen, machen sie das.
00:19:21: Urologen, die den Männern sagen, geh dahin.
00:19:24: Noch schon Schlosser, die sagen, probier das Training.
00:19:27: Also auch da besserte es sich nur nicht so schnell, wie wir gerne möchten, weil ich habe mich neulich an einem großen Tisch Abendessen sehr in die Nessung gesetzt.
00:19:43: Es ging um Pflege.
00:19:45: Das waren natürlich Freunde, Bekannte von mir.
00:19:50: Ein Großteil, das habe ich mit Anke Sedlmair diskutiert, sind Gelenkprothesen, das neue Status-Symbol.
00:20:01: Lohnt sich zuzuhören.
00:20:02: Wir sind ja beide Anke-Fans.
00:20:05: Und da ging es um Pflege.
00:20:09: Und der Achtzigjährige sagte dann, ja, wenn ich jetzt dann halt doch mal ... stürze, mir was breche, pflegebedürftig und würde, dann gibt es ja kein Personal, da müssen wir ja froh sein um die Migranten, kamen gerade noch ein paar schöne Rassismen hinterher und ich sag, was wäre, wenn du dich selber jetzt pflegst, dass du keine Pflege brauchst.
00:20:35: Es gab eine sehr hitzige Diskussion.
00:20:38: Du kannst es dir vorstellen, wie meinst du, dass da kann man doch nichts machen?
00:20:42: und genau
00:20:42: ...
00:20:43: eben das.
00:20:45: Ich
00:20:45: kann, ich versuche, mildernde Umstände anzubringen, dass meine Generation hat keine Vorbilder für gutes Alter.
00:20:57: Ich sammle bewusst Vorbilder.
00:20:59: Wir haben transgenerational gibt's nicht.
00:21:02: Die Eltern von uns, die wir jetzt, ähm, äh, siebzig, achtzig, fünfundachzig sind, die wurden Älter als sie je erwarteten, sie wurden vom Alter einfach überrascht, praktisch überrumpelt.
00:21:19: Und wir wissen es jetzt eigentlich.
00:21:23: Und die wenigsten nehmen es ernst.
00:21:29: Ja, das ist leider in meiner Generation auch so.
00:21:33: Und ich kann dir sagen, in der Jugend, wenn ich meinen Kinderkurs, meinen Teenagerkurs angucke, da sind, also ich habe meine Erste Generation rausgeschickt, die haben mit zwölf angefangen, haben trainiert bis achtzehn, neunzehn bis zum Abi.
00:21:49: Jetzt sind sie überall in der Welt und machen eine Ausbildung.
00:21:53: Aber die haben
00:21:54: leider nicht CANTIENICA®.
00:21:57: Ja, ich glaube dazu, da fehlt noch die staatliche Anerkennung.
00:22:03: Kommt noch.
00:22:04: Du arbeitest daran sehr aktiv.
00:22:08: Aber wenn ich die Beobachte in Vergleich zu Gleichaltrigen sind, die ganz anders geschult, weil die in jungen Jahren gelernt haben, hey, wenn mir was wehtut beim Joggen, dann kann ich selber schauen, warum tut das weh?
00:22:24: Was belaste ich falsch?
00:22:26: Und das finde ich total schön.
00:22:28: Und die haben das mitgenommen und die tragen das in die Welt.
00:22:31: Und vielleicht müssen wir einfach... unsere Blase immer größer werden lassen, bis alle irgendwann sehen, okay, es gibt Menschen, die Eigenverantwortung übernehmen und das funktioniert, also können wir das auch.
00:22:47: Aber momentan ist unsere Blase mit eigenverantwortlichen Menschen noch zu klein.
00:22:52: Das sehe ich noch zu klein.
00:22:54: Muss man auch sagen, es
00:22:56: gibt,
00:22:57: wir alle leben davon, in unseren Studios.
00:23:00: Du hast Leute, die kommen seit dem ersten Tag zu dir.
00:23:03: Ich habe ein paar Kundinnen, die kommen seit dem vierzehnten November, die übernehmen die Verantwortung.
00:23:12: Da ist so ein ganz kleiner... Klammer.
00:23:16: Ich finde es so überraschend, dass ich Freunde nicht begeistern kann für die Methode.
00:23:21: Nachbarn, Freunde, Bekannte ist auch so ein Phänomen.
00:23:26: Wieso ist das?
00:23:28: Da können Leute, die mich seit vierzig Jahren kennen, die miterlebt haben, wie ich rumgehumpelt bin, bei allem gesagt habe, kann ich nicht schmerzen.
00:23:38: Die können mich jetzt anschauen und behaupten, ich hätte gute Gene.
00:23:42: Und ich sage, hey.
00:23:44: Hörst du dich reden?
00:23:46: Ich bin dir beweist, dass man ohne gute Gene mit einem Fehlstart immer noch gut altern kann.
00:23:56: Ich glaube, Benita, das hat was mit Nähe zu tun.
00:23:59: Ich weiß noch eine meiner besten Freundinnen, die hat den Bandscheibenvorfall und wollte dann auch gerne ins Training kommen.
00:24:07: Und war dann bei einer Probestunde bei mir und hat danach zu mir gesagt, Conny, ich finde diese Methode voll toll.
00:24:14: Ich will auch im Studio bleiben, aber ich möchte zu einer Kollegin von dir zum Training gehen.
00:24:20: Weil du bist meine Freundin und ich möchte gar nicht, dass du weißt, was alles bei mir im Körper, im Agen ist.
00:24:28: Ich möchte deine Freundin sein und nicht deine Kunden.
00:24:31: Das finde
00:24:31: ich prima.
00:24:32: Ich bring sie nicht in Studio, nicht nicht zu mir, überhaupt nicht rein.
00:24:38: Ach, ich mach doch Pilates und auch ich mach Yoga.
00:24:42: Und ich hab da ein paar Übungen von der Physiotherapeutin.
00:24:46: In zwei Monaten mach ich mein linkes Knie.
00:24:51: Ich weiß es nicht, Benita.
00:24:55: Okay, wir arbeiten daran.
00:24:57: Ich bei Mitten Oldies und du kreierst eine neue Generation Body.
00:25:07: Ja, das wäre so
00:25:08: schön.
00:25:09: Und so geht uns die Arbeit nicht aus.
00:25:12: Nein, zum
00:25:13: Glück nicht.
00:25:13: Noch eine andere Frage.
00:25:14: Wie viele Männer hast du in deinen Stunden?
00:25:17: Ach, es werden immer mehr.
00:25:21: Ich würde mal sagen, momentan ein Drittel pro Kurs, so was ich ganz gut finde.
00:25:26: Und die sind sehr bei der Sache.
00:25:30: Die sind... Die möchten was erreichen so.
00:25:34: Die kommen meistens aus Schmerzen und wenn die Männer kommen, dann erreichen sie auch viel, weil sie gut arbeiten.
00:25:41: Wenn
00:25:41: sie sich darauf einlassen, gründlich, das stimmt, ist auch meine Erfahrung.
00:25:47: Ja.
00:25:48: Ja, so arbeiten wir weiter.
00:25:50: Ich danke dir.
00:25:51: Für dieses Gespräch war schön mit dir.
00:25:54: Ich danke dir.
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